Wie viel Frischluft braucht dein Raum? Prüf es in 5 Sekunden
Das Schlafzimmer fühlt sich morgens "schwer" an. Die Konzentration im Büro fällt am Nachmittag. Der Spiegel im Bad bleibt eine Stunde nach dem Duschen beschlagen. Gleiche Ursache: nicht genug Frischluft im Verhältnis zu dem, was im Raum passiert.
Gib die Raum-Maße (Länge, Breite, Höhe), die Anzahl der Personen und den Raumtyp ein (Schlafzimmer, Wohnzimmer, Büro, Küche, Bad, Werkstatt, Fitnessraum, Klassenraum). Der Rechner zeigt, wie viele Kubikmeter Frischluft pro Stunde in den Raum strömen sollten, um ein komfortables Innenraumklima zu halten.
Wir nutzen die Normen EN 16798-1 und ASHRAE 62.1. Im erweiterten Modus kannst du eigene Luftwechsel eingeben oder die Pro-Personen-Rate ändern, wenn du konkrete Vorgaben vom Planer hast.
So nutzt du den Rechner
- Wähl den Raumtyp aus der Liste: Schlafzimmer, Wohnzimmer, Büro, Küche, Bad, Werkstatt, Fitnessraum, Klassenraum. Jeder Typ hat seine eigene empfohlene Luftwechselrate und Pro-Personen-Rate gemäß den Normen.
- Gib die Raum-Maße in Metern ein: Länge, Breite, Höhe. Standard: ein Raum 4 × 3 × 2,7 m. Du kannst auch zur direkten Volumen-Eingabe in Kubikmetern wechseln, wenn du sie aus einem Grundriss hast.
- Gib die Personenzahl ein, die typischerweise im Raum ist. Schlafzimmer: meist 1-2. Büro: hängt von den Arbeitsplätzen ab. Klassenraum: 25-30.
- Das Ergebnis zeigt den benötigten Luftstrom in m³/h (Kubikmeter pro Stunde), auf die nächsten 10 gerundet. Daneben siehst du eine Umrechnung in l/s (Liter pro Sekunde), da manche Lüftungsanlagen mit dieser Einheit arbeiten.
- Unter dem Ergebnis siehst du die Berechnungs-Aufschlüsselung: wie viel aus Volumen × Luftwechselrate und wie viel aus Personenzahl × Pro-Personen-Rate kommt. Der größere der beiden Werte gewinnt.
- Schalte den erweiterten Modus ein (Schalter oben), um die Normwerte zu überschreiben: eigene Luftwechselrate oder eigene Pro-Personen-Rate. Für Küche und Bad erscheint eine zusätzliche Option für Punktabsaugung (Dunstabzugshaube, Badlüfter).
- Die Karte "Zeit bis zum Komfortabfall" zeigt wie viele Stunden ohne Frischluft es dauert, bis das CO₂ den Pegel erreicht, bei dem typischerweise die Konzentration nachlässt. Das ist eine grobe Orientierung, keine medizinische Aussage.
Wann das nützlich ist
Sechs typische Situationen, in denen dieser Rechner eine konkrete Zahl statt eines vagen Gefühls liefert:
- Eine Wärmerückgewinnung zu Hause planen. Du entwirfst eine Wohnung oder ein Haus und der Installateur fragt nach der Geräteleistung. Du addierst die Luftströme für jeden Raum (Schlafzimmer, Wohnen, Büro, Küche, Bäder) und kennst die Größe der zu bestellenden Anlage. Ohne Rechner raten Leute oder nehmen "dieselbe wie der Nachbar".
- Prüfen, ob die Dunstabzugshaube groß genug ist. Du kaufst eine neue Haube, das Datenblatt nennt "600 m³/h". Du prüfst, wie viel du tatsächlich für deine Küche mit zwei kochenden Personen brauchst: der Standard ist 70 m³/h Dauerabsaugung plus der Volumen-Luftwechsel. Du weißt jetzt, ob die Haube reicht oder ob eine stärkere her muss.
- Entscheiden, ob der Badlüfter automatisch laufen soll. Der Spiegel im Bad ist eine Stunde nach dem Duschen beschlagen. Du prüfst, dass bei 6 Luftwechseln pro Stunde der benötigte Luftstrom ein paar Dutzend Kubikmeter pro Stunde beträgt. Du weißt, welchen Lüfter du wählen und ob du ihn manuell oder mit Feuchtesensor laufen lässt.
- Ein Homeoffice einrichten. Du arbeitest 8 Stunden in einem 3 × 3 m Raum. Du prüfst, dass für eine Person etwa 30-50 m³/h nötig sind, also reicht ein gekipptes Fenster für Spaltlüftung oder ein Fensterfalzlüfter. Keine Panik, keine ausgegebenen Tausend Euro für ein zentrales System.
- Einen Besprechungsraum / Klassenraum / Fitnessraum prüfen. Du mietest einen Raum für einen 20-Personen-Workshop. Du prüfst, dass 20 Personen × 30 m³/h = 600 m³/h Lüftung sind. Du weißt jetzt, ob der Veranstaltungsort echte mechanische Lüftung hat oder ob "Frischluft" nur "Fenster öffnen" bedeutet.
- Der Hausverwaltung mitteilen, dass die Lüftung nicht funktioniert. Du wohnst in einem Mehrfamilienhaus, die Luft ist stickig. Du gibst die Wohnungsparameter ein, bekommst konkrete Zahlen aus der Norm und nimmst sie mit zur Hausverwaltung. Eine Zahl schlägt "es fühlt sich komisch an" jedes Mal.
Für das übrige Energiebild: dimensioniere den Kessel / die Wärmepumpe im Heizleistungs-Rechner, und prüf aktuelle Tarife in den Live-Strompreisen, bevor du die Lüftungsanlage dimensionierst.