Was dir das zeigt
Live, stündliche Großhandels-Strompreise für Deutschland-Luxemburg und alle wichtigen europäischen Gebotszonen. Das ist nicht der Tarif auf deiner Rechnung. Es ist der Marktpreis, zu dem Kraftwerke, Industrie und Energiehändler Strom kaufen und verkaufen. Dein Lieferant schlägt einen Aufschlag drauf und addiert Netzentgelte, Steuern und Marge.
Für Deutschland-Luxemburg, Frankreich, Spanien, Italien, die Niederlande, Belgien, Österreich, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland nutzen wir Energy-Charts.info (vom Fraunhofer ISE betrieben), das die offiziellen Day-Ahead-Preise veröffentlicht, kein API-Key nötig, vollständig öffentlich. Für Polen ziehen wir die Daten direkt vom PSE, dem nationalen Netzbetreiber.
Warum dich das interessiert: wenn du den Großhandelspreis kennst, kannst du große Lasten zeitlich planen (Waschmaschine, E-Auto-Laden, Wärmepumpe) auf billige Stunden, einen dynamischen Tarif gegen einen Fixpreis-Tarif vergleichen und die Untergrenze deiner Rechnung verstehen, bevor du mit einem Lieferanten verhandelst.
So nutzt du es
- Wähle ein Land: DE, FR, ES, IT, NL, AT, CZ, SE, NO, PL. Jeder Eintrag ist live, keine Platzhalter.
- Wähle einen Zeitraum: "Jetzt" hebt die aktuelle Stunde hervor, "Heute" zeigt alle 24 Stunden, "Morgen" erscheint, sobald die Auktionsergebnisse veröffentlicht sind (typisch gegen 13:00 MEZ am Vortag), "Letzte 7 Tage" gibt eine Trendansicht.
- Die große Zahl oben ist die aktuelle Stunde, in EUR pro MWh angezeigt. Min, Max und Mittelwert für den sichtbaren Zeitraum stehen direkt darunter.
- Das Diagramm zeigt jede Stunde einzeln. Tiefstände sind meist nachts (00 bis 05) und mittags (10 bis 14, wenn Solar das Netz flutet); Spitzen sind morgens (07 bis 09) und abends (18 bis 21).
- Denk dran: Großhandelspreis ist nicht der Endpreis. Addiere deinen Lieferanten-Aufschlag, das Netzentgelt, Stromsteuer und Mehrwertsteuer, um die Gesamt-Kosten am Zähler zu bekommen.
- Die Daten werden eine Stunde gecached, schnelles Neuladen schadet also nichts. Wir holen alle 60 Minuten frische Werte.
- Der vollständige Stundenfahrplan für morgen erscheint jeden Tag gegen 13:00 bis 14:00 mitteleuropäische Zeit, wenn die Day-Ahead-Auktion schließt.
Wann das nützlich ist
Echte Situationen, in denen das Sehen des Großhandelspreises eine Entscheidung verändert:
- Du hast einen dynamischen Tarif: wenn dein Vertrag dir den stündlichen Großhandelspreis plus eine feste Marge berechnet (das Modell von aWATTar, Tibber, Stromee, mehrere DE/AT/NL-Anbieter, Octopus Agile in UK), dann ist diese Zahl die Grundlage deiner Rechnung. Schau drauf, bevor du den Backofen einschaltest.
- Eine Waschmaschine oder Spülmaschine planen: jeder Zyklus verbraucht 2 bis 3 kWh. Eine 200-EUR/MWh-Differenz zwischen 13:00 und 19:00 sind 40 bis 60 Cent pro Ladung, übers Jahr eine nennenswerte Summe nur durch das Verschieben der Startzeit.
- Ein Elektroauto laden: eine volle Ladung sind 50 bis 80 kWh. Die Differenz zwischen dem günstigen Nachtfenster (oft 30 bis 50 EUR/MWh) und der Abendspitze (150 bis 220 EUR/MWh) ist echtes Geld pro Ladung.
- Heimspeicher: du musst wissen, wann laden und wann entladen. Diese Kurve ist genau der Fahrplan, den du im Controller programmierst.
- PV mit Marktwertvergütung: bei Marktwert-Modellen werden Einspeisungen ins Netz zwischen 10:00 und 14:00 (wenn die Sonne am stärksten ist) zum stündlichen Großhandelspreis bewertet. Sommer-Mittagspreise können auf null oder negativ fallen, eine 5-kWh-Einspeisung bringt dann fast nichts statt ein paar Euro.
- Lieferantenvertrag verhandeln: sobald du den Jahres-Großhandelsdurchschnitt siehst (typisch rund 80 bis 110 EUR/MWh in der EU 2025) und ihn mit dem Fixpreis-Tarif vergleichst, den dein Lieferant anbietet, kannst du die "Planungssicherheits-Prämie" beziffern und entscheiden, ob sie sich lohnt.
Verwandte Tools: Strompreis-Rechner, Solar- und Speicher-Rechner, Akkupack-Rechner, Währungsrechner.