Prompt-Bibliothek: 30+ fertige Anweisungen für ChatGPT, Claude und Gemini
Du tippst etwas in ChatGPT, bekommst eine fade Antwort und schließt: *"dieser Bot ist dumm"*. Der Bot ist okay, dein Prompt war schwach. Diese Bibliothek hat 30+ fertige Prompts (ein Prompt ist die Anweisung, die du an einen Bot schickst), die jemand für dich geschrieben, getestet und poliert hat. Klick, kopier, paste und sieh, was der Bot wirklich kann, wenn du ihn richtig fragst.
Jeder Prompt ist in klare Abschnitte geteilt: Rolle (*"agiere als..."*), Ziel, Regeln und Antwortformat. Drinnen findest du Lücken zum Ausfüllen in geschweiften Klammern, Dinge wie {{topic}} oder {{audience}}. Deine Aufgabe: ersetz sie durch Konkretes und paste das Ganze in den Bot.
Acht Kategorien: Schreiben, Coden, Analyse, Lernen, Marketing, Business, Kreatives, Produktivität. Filter nach Kategorie oder such per Keyword. Alles ist in Englisch und mehreren anderen Sprachen, funktioniert gleich auf ChatGPT, Claude und Gemini.
So nutzt du die Bibliothek
- Wähl eine Kategorie (z. B. *"Coden"* oder *"Marketing"*) oder tipp ein Keyword ins Suchfeld, wie *"Code Review"* oder *"LinkedIn-Post"*.
- Klick die Karte, die passend aussieht. Ein Fenster öffnet sich mit dem ganzen Prompt und einer kurzen Notiz, was er macht.
- Schau nach Lücken in geschweiften Klammern, Dinge wie {{topic}}, {{audience}}, {{length}}. Das sind die Stellen, wo du dein Konkretes einsetzt. Ersetz {{topic}} durch *"Next.js 16 für Anfänger"*. Ersetz {{audience}} durch *"Junior-Frontend-Dev"*.
- Drück Kopieren, öffne ChatGPT (oder Claude oder Gemini), paste, tausch die Lücken gegen reale Werte, drück Enter.
- Unter dem Fenster siehst du eine geschätzte Token-Zahl (ein Token ist ein kleines Textstück, der Bot teilt, was du einfügst, in Stücke und zählt jedes). Nützlich, wenn du für eine API zahlst und eine grobe Kostenidee willst.
- Manche Prompts zeigen auch einen "bester Bot für diese Aufgabe"-Hinweis. Claude ist top bei langem Code, ChatGPT brilliert beim Brainstorming, und so weiter.
Wann das nützlich ist
Sechs typische Situationen, in denen die Prompt-Bibliothek dir einen konkreten Vorsprung gibt:
- Junior-Dev lernt, den Bot gut zu fragen. Sieht, wie ein in Abschnitte geteilter Prompt aussieht (Rolle, Ziel, Regeln, Beispiele). Klickt *"Code Review"*, pastet seinen Code, bekommt eine konkrete Antwort statt eines generischen *"sieht gut aus"*. Nach ein paar Nutzungen schreibt er ähnliche Prompts selbst von Grund auf.
- Marketer jagt eine Post-Idee. Marketing-Kategorie → *"Social-Media-Post"*. Die Vorlage hat separate Guidelines für Twitter, LinkedIn, Instagram und TikTok. Paste, tausch das Thema gegen dein Produkt, und in 5 Minuten hast du 4 Versionen, fertig zum Veröffentlichen.
- Product Manager schreibt Unternehmensziele. Wählt die *"OKR"*-Vorlage (kurz für Objective + Key Results, im Grunde *"das Ziel + messbare Zeichen, dass du es erreicht hast"*). Bekommt eine fertige Struktur: ambitioniertes Objective, 3-5 messbare Results, plus eine Warnung, wie man nicht in die *"wir haben Zahlen getroffen, aber das Ziel verfehlt"*-Falle tappt. Bessere Ziele in 5 Minuten.
- Eine Projektentscheidung dokumentieren. Die *"Entscheidungs-Log"*-Vorlage gibt dir eine klare Struktur: Kontext, Entscheidung, Konsequenzen, Alternativen, wann neu prüfen. Statt einer losen Slack-Nachricht hast du ein Doc, zu dem du in einem Jahr zurückkommen kannst und immer noch verstehst, warum etwas gewählt wurde.
- Brainstorm, das nirgendwo hinführt. Statt *"gib mir 20 Ideen"* (der Bot wird dir 20 offensichtliche liefern), nutz die *"Brainstorm 20 Ideen"*-Vorlage. Sie führt den Bot durch vier Modi: sicher, Optimierung, lateral, wild. Du bekommst Ideen, die dir nicht eingefallen wären.
- Ein neues Thema lernen. Die *"Feynman-Test"*-Vorlage (eine klassische Lernmethode: wenn du etwas einem Kind erklären kannst, verstehst du es wirklich). Der Bot spielt einen Schüler und stellt *"naive, aber bohrende Fragen"*. In 30 Sekunden siehst du genau, wo dein Wissen Löcher hat.