Wie viel Strom erzeugen meine Module, und lohnt sich ein Speicher?
Du hast ein Angebot für Solarmodule oder einen Heimspeicher bekommen und bist dir nicht sicher, ob die Mathematik passt? Wähle Land und Stadt (der Rechner kennt Erträge für 100+ Standorte), gib die Anlagengröße in kWp ein (wie viele Module aufs Dach passen), den Jahres-Stromverbrauch und den Preis pro kWh. In wenigen Sekunden siehst du konkrete Zahlen: Jahresproduktion, wie viel du direkt verbrauchst (Eigenverbrauch), wie viel ins Netz geht und Jahreseinsparungen in deiner Währung.
Sonnenertrags-Daten kommen von PVGIS (Europäische Kommission) und dem Global Solar Atlas (Weltbank/Solargis), den gleichen Quellen, die professionelle Installateure zur Auslegung echter Anlagen verwenden. Eigenverbrauchsquoten kommen aus Forschungen von Fraunhofer ISE und NREL, keine erfundenen Zahlen, sondern die Werte, mit denen echte Energie-Ingenieure arbeiten.
Einfacher Modus: 4 Zahlen tippen, Antwort bekommen. Der erweiterte Modus fügt ein Monatsdiagramm hinzu (du siehst, warum Solar im Dezember "nicht funktioniert"), die Speicher-Backup-Laufzeit bei einem Stromausfall, die Amortisationszeit und eine separate Einspeisevergütung für Energie, die du ins Netz zurückspeist.
So nutzt du den Rechner
- Wähle ein Land aus der Liste, der Rechner zeigt den typischen Jahresertrag (wie viele kWh pro Jahr 1 kWp Module dort produziert). Deutschland liegt um 1000 kWh/kWp, Spanien 1600, Norwegen 850.
- Wenn dein Land eine Städte-Liste hat (z. B. Deutschland, USA, Australien), wähl die nächstgelegene. Phoenix (1900) vs. Seattle (1100) sind 70 % Unterschied, die Stadt zählt also stark.
- Gib die Anlagengröße in kWp ein ("Kilowatt-peak", Modulleistung unter Idealbedingungen: Mittag, klarer Himmel). Typische Werte: 3-5 kWp für eine Wohnung / kleines Haus, 5-10 kWp für ein Einfamilienhaus, 10-20 kWp, wenn du auch Wärmepumpe und E-Auto betreibst.
- Gib den Jahres-Stromverbrauch in kWh ein: zu finden auf deiner Rechnung, "Jahresverbrauch". Schnitt: 2.000 kWh für eine Wohnung, 4.000 für eine 4-Personen-Familie, 6.000-10.000 für ein Haus mit Wärmepumpe.
- Wähle die Speicherkapazität: 0 (nur Module, kein Speicher), 5 kWh (klein, deckt einen Abend), 10 kWh (typischer Heimspeicher), 15 kWh (groß, mit Ausfall-Backup im Blick). Der Rechner schätzt den Eigenverbrauch aus Forschungsdaten, größerer Speicher = mehr Energie vor Ort verbraucht.
- Gib deinen Preis pro kWh ein: was du deinem Versorger zahlst. Der Rechner zeigt Jahreseinsparungen in deiner Währung.
- Erweiterter Modus: Schalter oben. Fügt hinzu: ein Monats-Diagramm (Produktion vs. Verbrauch), die Speicher-Laufzeit bei einem Ausfall (z. B. Kühlschrank + Licht = 0,3 kW: wie viele Stunden?), die Amortisationszeit (Anlagenkosten eingeben) und eine separate Einspeisevergütung für ins Netz verkaufte Energie (oft 30-70 % des Bezugspreises, je nach Land und Programm).
- Jede Änderung rechnet sofort nach. Experimentier: größerer Speicher vs. mehr Module, sonnigere Stadt vs. Standard, schnell siehst du, wo die echten Einsparungen liegen.
Wann das nützlich ist
Sechs typische Situationen, in denen der Rechner konkrete Zahlen statt Verkäufer-Versprechen liefert:
- Vor der Unterschrift beim Installateur. Der Vertriebler sagt: *"6 kWp produzieren 6.500 kWh und decken 80 % deines Hauses"*. Lass deine Zahlen laufen: 5.500-6.500 kWh sind realistisch (hängt von Stadt und Dachneigung ab), aber 80 % Deckung ohne Speicher ist irreführend; realistisch erreichst du 30-40 % Eigenverbrauch. Du weißt jetzt, ob du einen Speicher brauchst oder ob der Installateur fürs Marketing rundet.
- Prüfen, ob sich ein Speicher lohnt. Ein 10-kWh-Speicher kostet 1.500-2.500 EUR Hardware (Pylontech, Growatt, BYD, EG4), aber 6.000-12.000 EUR schlüsselfertig. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch bei ~30 %; mit Speicher steigt er auf ~65 %, also zusätzliche 1.000-1.500 kWh/Jahr zu Hause verbraucht statt günstig eingespeist (jährlicher Mehrgewinn ~300-500 EUR). Amortisation bei Hardware-Kosten (2k): 4-7 Jahre. Bei Schlüsselfertig-Preis (10k+): 20-30 Jahre, oft länger als die Garantie. Hardware-only + zertifizierter Elektriker gewinnt meist auf Zahlen.
- Jahres-Eins-Audit. Deine Anlage ist ein Jahr alt, der Zähler sagt 5.800 kWh produziert. Ist das gut? Lass den Rechner laufen → Prognose war 6.200. Du bist 6 % drunter, innerhalb Toleranz (bewölktes Jahr, Staub). Ein Rückgang von 20 %+ ist eine rote Flagge: verschattetes Modul, Wechselrichter-Fehler, Service anrufen.
- Dimensionieren für Wärmepumpe + E-Auto. Addiere die Wärmepumpe (+3.000 kWh/Jahr) und das E-Auto (+3.000 kWh, wenn zu Hause geladen). Gesamt: 10.000 kWh. Der Rechner zeigt, dass 5 kWp das nicht decken: du brauchst 8-10 kWp für eine jährliche Balance. Ohne Speicher beziehst du im Winter weiterhin viel aus dem Netz, aber die Jahreszahl gleicht sich aus.
- Angebote verschiedener Installateure vergleichen. Firma A: 8 kWp + 10 kWh Speicher für 25.000 EUR. Firma B: 10 kWp ohne Speicher für 18.000 EUR. Der Rechner zeigt Jahreseinsparungen für beide, und du entdeckst vielleicht, dass B dasselbe spart (mehr Produktion gleicht den fehlenden Speicher aus) zu geringeren Kosten. Entscheidung auf Zahlen, nicht auf Verkaufsgespräch.
- Prüfen, wie lange du einen Blackout durchhältst. Sturm, Netz für 6 Stunden weg. Kühlschrank + Router + Licht (0,25 kW) gibt ~33 Stunden Laufzeit auf einem 10-kWh-Speicher. Elektroheizung hinzu (+2 kW) reduziert auf nur 4 Stunden. Du weißt jetzt, was du bei einem Ausfall nicht einsteckst.
Für die passenden Bausteine: vergleich deine Einsparungen mit Live-Tarifen im Live-Strompreis-Feed, dimensionier DIY-Akkubänke im Akkupack-Rechner, und für Büro-/Server-USV-Dimensionierung nutz den USV-Laufzeit-Rechner.